Wie Sie einen Business Continuity Plan für Ihre virtuelle Umgebung entwickeln

Montag, 15. Juni 2020 by Kathrin Brekle

Laut Gartner machen große Unternehmen pro Stunde Ausfallzeit 300.000 € Verluste. Dieser Verlust tritt unabhängig davon ein, ob Ihr Unternehmen physische oder virtuelle Server im Einsatz hat. Daher ist ein guter Notfall-Wiederherstellungsplan in jeder Situation unerlässlich. Glücklicherweise ist die Wiederherstellung virtueller Server weniger komplex als die ihrer physischen Pendants. Wie können Sie also die Notfall-Wiederherstellung in Ihre Virtualisierungsstrategie integrieren?

Fokus auf Dateisicherung

Ihre virtuelle Installation wird als Gruppe von Dateien auf der Festplatte des Host-Servers dargestellt. Jeder Business Continuity Plan muss dafür sorgen, dass diese Dateien regelmäßig gesichert werden.

Wenn Ihre virtuellen Server so konfiguriert sind, dass sie dynamisch zugewiesenen virtuellen Festplattenspeicher verwenden, müssen Sie versuchen, die erwartete Wachstumsrate zu berechnen, und eine entsprechende Routine für die Sicherung festlegen. Stellen Sie sicher, dass Sie über genügend Performance für die Backupfenster und eine ausreichende Festplatten-/Bandkapazität verfügen, um Ihre Backup-Anforderungen  zum Zeitpunkt der Bereitstellung und auch für die Zukunft zu erfüllen, wenn Ihr Datenspeicherbedarf steigt.

Fertigen Sie eine Dokumentation all Ihrer Schritte an

Da virtuelle Server auch auf Dateien basieren, ist es relativ einfach, festzulegen, welche Elemente in Ihrer Umgebung gesichert werden müssen. Damit Daten im Katastrophenfall möglichst schnell wiederhergestellt werden können, müssen Sie jedoch wissen, wie Sie Ihre fehlenden Server neu konfigurieren können.

Es ist extrem wichtig, vollständige Aufzeichnungen Ihrer virtuellen Server zu führen, damit Sie einen neuen Computer konfigurieren und Daten direkt darauf wiederherstellen können. Diese Aufzeichnungen müssen alle Details zu Prozessoren, virtuellem RAM, Festplattenspeicher, Netzwerkkonfiguration usw. enthalten. Neben der Dokumentation der Konfiguration zum Zeitpunkt der Bereitstellung wird nach bewährten Methoden außerdem empfohlen, das Dokument zur Serverkonfiguration immer zu aktualisieren, wenn die Konfiguration geändert wird.

Vorbereitung auf den schlimmsten Fall

Ein Datenverlust kann kann immer passieren, und meist unvorhergesehen. So kann Ihr Festplatten-Image beschädigt werden, das Backupmedium ausfallen, versehentlich eine virtuelle Maschine gelöscht werden oder das RAID-Array, auf dem Serverdaten gehostet werden, stürzt ab – so gut wie alles kann Ihre Server außer Betrieb setzen.

Natürlich versucht ein guter Business Continuity Plan, diese Risiken im Voraus zu identifizieren und abzumildern, eine bestimmte Kombination aus Fehlern und Ausfällen kann jedoch Schwachstellen im Plan aufdecken. Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie über eine letzte Alternative verfügen, nämlich eine Datenwiederherstellungsoption zum Extrahieren „verlorener“ Daten von Festplatten. Ein Tool wie Ontrack EasyRecovery  kann Ihnen helfen, wenn Ihre Backups Sie im Stich lassen. Sie können sich auch mit einem renommierten Datenrettungsunternehmen, das Erfahrung in der Datenrettung virtueller Daten hat, in Verbindung setzen.

Gehen Sie die Sicherung Ihres virtuellen Servers frühzeitig an. Wenn Sie früh im Bereitstellungsprozess für den Notfall Vorkehrungen treffen, können Sie im Falle eines Problems besser damit umgehen.