Wenn Ransomware zuschlägt: Verschlüsselte Daten wiederherstellen

Donnerstag, 2. Dezember 2021 von Der Datenrettungsblog

Wenn man einen Datenverlust erleidet, steckt mittlerweile recht oft eine Ransomware-Attacke dahinter. Leider reicht der Schaden bei Ransomware über den eigentlichen Datenverlust hinaus, da die Kriminellen sich z.B. Ihre Bankdaten erbeuten und nutzen können. Jeder kann Opfer einer Ransomware-Attacke werden: Von großen Regierungsbehörden bis hin zu ahnungslosen Privatpersonen, die lediglich im Internet surfen.


Was ist Ransomware?

Ransomware ist eine Kategorie von Malware, die sowohl Dateien als auch die Systeme, auf denen sie ausgeführt werden, so verschlüsselt, dass sie unbrauchbar werden, bis ein Lösegeld für die Entschlüsselung gezahlt wird. In vielen Fällen löschen böswillige Akteure bei Ransomware-Angriffen auch wichtige Systemsicherungen und wenden verschiedene Druckmittel an, um die Opfer zur Zahlung des geforderten Lösegelds zu bewegen.

Ist Ihr Gerät durch einen Ransomware-Angriff gefährdet?

Jedes Geräte kann von Ransomware betroffen sein: Server, SANs, NASs, Desktops, Laptops, mobile Geräte, IOT-Geräte (einschließlich Fernseher, Kameras, intelligente Geräten, tragbare Geräten und sogar Thermostate) aber auch Edge-Geräte können von Cyberkriminellen bei der Planung von Ransomware-Angriffen ins Visier genommen werden.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Ransomware-Angriffe

Angesichts der Komplexität der Ransomware-Wiederherstellung ist es wichtig, die Möglichkeit eines Angriffs so weit wie möglich zu reduzieren. Wir zeigen Ihnen ein paar wichtige Dinge, die genau das bewirken können.

 

Daten sichern

Stellen Sie immer sicher, dass Sicherungskopien wichtiger Daten auf einer externen Festplatte oder in der Cloud verfügbar sind, damit sie im Falle von Ransomware-Angriffen wiederhergestellt werden können. Sichere Backups sind ein wirksames Mittel, um Daten zu schützen Lösegeldzahlungen zu vermeiden.

Vorsicht im Internet

Malware-Entwickler setzen bei der Entwicklung von Ransomware-Varianten auf mangelndes Bewusstsein. Daher ist es unerlässlich, bei der Nutzung des Internets so vorsichtig wie möglich zu sein. Reagieren Sie niemals auf nicht angeforderte Texte oder E-Mails aus unbekannten Quellen und klicken Sie nicht auf verdächtige Links, selbst wenn die Nachrichten von Organisationen oder Personen stammen, die Sie vielleicht kennen. Es ist auch wichtig, dass Sie keine öffentlichen Wi-Fi-Netzwerke benutzen, wenn Sie sich mit dem Internet verbinden, da unsichere Netzwerke Cyberkriminellen leichteren Zugang bieten.
 

Halten Sie Ihre Software auf dem neuesten Stand

Eine weitere Maßnahme zum Schutz vor Ransomware-Angriffen ist die Aktualisierung der Software. Es ist wichtig, die Sicherheitssoftware Ihres Geräts stets auf dem neuesten Stand zu halten, da dies dazu beiträgt, Schwachstellen oder Patches zu beseitigen, die als Einfallstor für Cyberkriminelle dienen könnten.

Ontrack's Top-Tipps zur Wiederherstellung von Ransomware

Wenn es um Ransomware-Angriffe geht, empfehlen die Datenwiederherstellungsexperten von Ontrack drei Tipps, die unbedingt beachtet werden sollten:

Halten Sie einen Plan bereit

Malware-Entwickler möchten Ransomware-Opfer in Panik und unvorbereitet erwischen, was zu Fehlern verleitet (z. B. zu Verhandlungsversuchen), die die Situation unweigerlich verschlimmert. Ein Aktionsplan, der die Meldung des Angriffs an die zuständigen Behörden, die Bewertung des Schadens, die Verfolgung des Angriffspfads und die Festlegung Ihrer Backup-Optionen umfasst, ist der Schlüssel zur Wiederherstellung von Daten, die während eines Ransomware-Vorfalls verschlüsselt wurden.

Halten Sie sich an den Plan

Für den Fall, dass Sie oder Ihr Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs werden, ist es wichtig, dass Sie sich an den erstellten Aktionsplan halten. Oft führt Panik dazu, dass die Betroffenen den Kurs ändern. Wenn Sie sich jedoch an die Schritte Ihres vorher festgelegten Plans halten und sich so früh wie möglich an einen Experten für die Wiederherstellung von Ransomware wenden, kann dies einen großen Unterschied in der Effektivität der Datenwiederherstellung ausmachen.

Vermeiden Sie Selbstversuche

Die Experten von Ontrack warnen vor Selbstversuchen zur Datenwiederherstellung. Der Versuch, betroffene Daten bei Ransomware-Vorfällen zu entschlüsseln, ist jedoch besonders schädlich und könnte sogar zu eskalierenden Lösegeldforderungen führen. Überlassen Sie die Datenwiederherstellung den Profis.
Laut den Prognosen von Cybersecurity Ventures wird allein in diesem Jahr alle 11 Sekunden ein neues Unternehmen Opfer von Ransomware. Sogar Organisationen wie Schulen und Krankenhäuser haben in letzter Zeit einen Anstieg der Bedrohungen zu verzeichnen. Auch wenn die Wiederherstellung von Ransomware-Daten komplex sein kann, bieten die Ingenieure von Ontrack die bestmögliche Lösung für den Erfolg. Unsere Investitionen in die Entwicklung von Spezialsoftware ermöglichen es uns, Daten von durch Ransomware verschlüsselten Systemen, virtuellen Maschinen, Backup-Dateien, Bändern und anderen Speichermedien wiederherzustellen.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Ontrack dabei helfen kann, verschlüsselte Daten aus Ransomware-Angriffen wiederherzustellen, auf unserer Ransomware Knowlegde Base Seite.

Sollte Ihr Unternehmen von einem Ransomware-Angriff betroffen sein, wenden Sie sich am besten gleich. an die Experten von Ontrack, um die Datenrettung einzuleiten.