Warum Datenrettung im Reinraum 

Per Definition ist ein Reinraum ein Raum, in dem die Konzentration von luftgetragenen Partikeln kontrolliert wird.

Die Luftqualität, die Temperatur und die Hygrometrie sind streng reguliert und kontrolliert, um eine Verunreinigung der Hardware und der IT-Geräte, insbesondere durch Staub, zu vermeiden. So könnte weiterer Datenverlust entstehen. Daher benötigt man den Reinraum für die professionelle Datenrettung von physikalisch defekten Medien, die zur Reparatur geöffnet werden müssen.

Datenrettung im Reinraum

Was genau ist ein Reinraum?

Wenn die Hardware beschädigt ist, werden die Datenträger in unserem staubfreien Reinraumlabor (Reinraumklassen 100) bearbeitet. Hier wird der Zustand der Dateien evaluiert und eine 1:1 Kopie der Rohdaten (Image) erstellt.

In einem staubfreien Reinraum können Medien mit Hardwareschäden sicher geöffnet und bearbeitet werden, ohne dass dadurch ein endgültiger Datenverlust provoziert würde. Wenn die Hardware beschädigt ist, werden die Datenträger in unserem Reinraum (Reinraumklassen 100) bearbeitet. Hier wird der Zustand der Dateien evaluiert und eine 1:1 Kopie der Rohdaten (Image) erstellt. Anschließend entscheidet das Team, wie die Daten vom Speichergerät extrahiert werden sollen. Oft wird eine temporäre Reparatur vorgenommen, damit die Medien wieder funktionsfähig oder abrufbar sind.

Nach der Behebung der genannten Probleme liegen die vom Speichergerät extrahierten Daten in einem Rohformat vor. In diesem Format lassen sich die Daten nicht verwenden. Als nächster Schritt müssen die Dateinamen mit den Daten selbst verknüpft werden. Dies geschieht mit selbstentwickelten Tools in unserem Datenrettungslabor. 


Daten retten in Reinraum & Datenrettungslabor

Bei physikalischen Schäden werden die Daten im Reinraumlabor ausgelesen. Erst dann erfolgt im Datenrettungslabor die Datenwiederherstellung

Nach dem Empfang der Medien beginnen unsere Experten mit der Diagnose. Zuerst ermitteln sie die Art des Problems. Anschließend entscheidet das Team, wie die Daten vom Speichergerät extrahiert werden sollen. Oft wird eine temporäre Reparatur vorgenommen, damit die Medien wieder funktionsfähig oder abrufbar sind.

Die Diagnose ist besonders wichtig, da manchmal nur eine einzige Chance besteht, um die Daten vom Speichergerät zu extrahieren und auszulesen. Als Nächstes wird eine genaue Evaluierung durchgeführt und der Kunde erhält eine ausführliche Liste mit den wiederherstellbaren Files. Die Rohdaten müssen dann im Labor in einer geeigneten Datei- und Ordnerstruktur wieder zusammengesetzt werden, damit Sie wieder wie gewohnt auf Ihre Daten zugreifen können. Wenn einzelne Files bei der Datenextrahierung beschädigt wurden, werden sie von den Datenrettungs-Experten mit einem zweiten Toolset repariert.

Beschädigte Festplatte

Arbeit im Reinraumlabor

Reinraumarbeitsplätze nach ISO 14644-1 Klasse 5 standardisiert

In einem staubfreien Reinraum können Medien mit Hardwareschäden sicher geöffnet und bearbeitet werden, ohne dass dadurch ein endgültiger Datenverlust provoziert würde.

Wenn die Hardware beschädigt ist, werden die Datenträger in unserem Reinraum (Reinraumklassen 100) bearbeitet. Hier wird der Zustand der Dateien evaluiert und eine 1:1 Kopie der Rohdaten (Image) erstellt. Anschließend entscheidet das Team, wie die Daten vom Speichergerät extrahiert werden sollen. Oft wird eine temporäre Reparatur vorgenommen, damit die Medien wieder funktionsfähig oder abrufbar sind.

Nach der Behebung der genannten Probleme liegen die vom Speichergerät extrahierten Daten in einem Rohformat vor. In diesem Format lassen sich die Daten nicht verwenden. Als nächster Schritt müssen die Dateinamen mit den Daten selbst verknüpft werden.


Kosten einer Datenrettung im Datenrettungslabor

Die Kosten einer Datenrettung richten sich nach Art und Schwere des Schadens und nach der Dringlichkeit, wie schnell die Daten wieder benötigt werden.

Der Prozess der Daten-Wiederherstellung verläuft üblicherweise in vier Schritten – Ihre Daten, Ihre Dateien und Ihre individuellen Anforderungen sind dabei absolut entscheidend.

Ein Kriterium ist beispielsweise wie zeitkritisch der Datenwiederherstellungs-Auftrag ist und welchen finanziellen Schaden lange Ausfallzeiten der Unternehmens-IT verursachen könnten. Ontrack bietet unterschiedliche Service-Varianten um Ihre Daten wiederherzustellen an. Im Notfall arbeiten unsere Datenwiederherstellungs-Experten rund um die Uhr an der Rettung Ihrer gelöschten Daten.


Vorteile von Ontrack Datenrettung

Um eine besonders schnelle Datenrettung zu gewährleisten unterhält Ontrack weltweit eine der größten Datenbanken für Ersatzteillager. Darin können die Ontrack Ingenieure nach benötigten Teilen suchen.

Wir haben alle Modelle der letzten Jahre vorrätig, so dass wir auf jeden Fall das richtige Austauschteil für Ihre Festplatte parat haben, um den Datenrettungsprozess noch schneller zu machen und Ausfallzeiten zu minimieren.

Mit einem der größten Entwicklungs-Teams weltweit und vielen Jahren an Erfahrung beim Wiederherstellen defekter Festplatten, bieten wir für jeden Fall von Datenverlust individuelle Lösungen an. Auf Kundenwunsch entwickelt unser Experten-Team die beste und schnellste Datenwiederherstellungs-Lösung.


Servicelevel je nach Dringlichkeit

Unser Expertenteam steht rund um die Uhr zur Verfügung. Sie entscheiden sich einfach für das Serviceangebot, das Ihren individuellen Bedürfnissen und Budgetvorstellungen entspricht. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Standard

7 - 10 Geschäftstage

Express

Durchschnittlich 3 Geschäftstage

Notfall

Rund um die Uhr bis zur Fertigstellung

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Ausgewählte Blogbeiträge zu professioneller Datenrettung in  Labor und Reinraum

Vorsicht: Lärm kann zu Datenverlust auf Festplatten führen

Montag, 9. Januar 2017 von Michael Nuncic

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Fast jeder hat bereits über die Geräusche, die Festplatten machen, wenn sie ausfallen oder bereits kaputtgegangen sind, gehört. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Zeit für das Laufwerk abgelaufen ist und Sie in Kürze einen Datenverlust erleben werden oder nur wenig Zeit haben, Ihre wertvollen Daten zu retten und wiederherzustellen.

Wie schon in unseren Blog-Artikeln geschrieben, ist der sicherste Weg, in einem solchen Fall zu reagieren, professionelle Hilfe zu suchen und ausgewiesene Experten den Inhalt der Festplatten wiederherstellen zu lassen. (Oder Sie versuchen es selbst mit einer Datenrettungssoftware, nehmen dabei allerdings das Risiko in Kauf, dass Sie nur einen Bruchteil der Daten auf der Festplatte wiederherstellen und eine spätere Datenrettung  durch Experten schwieriger und in manchen Fällen sogar unmöglich machen).

Was die meisten Menschen (und sogar Experten) nicht wissen, dass auch Lärm selbst die Ursache für einen schweren Festplattenausfall sein und Datenverlust verursachen kann!

Wenn Sie Ihren Lautsprecher direkt neben dem Desktop- oder Laptop-Computer platzieren und Musik hören ist das meist kein Problem - auch wenn durch Vibrationen der Schreib-Lese-Kopf Ihrer Festplatte springen könnte, aber der Lärm - verursacht beispielsweise durch einen Feueralarm in einem Rechenzentrum - kann Probleme verursachen. Aber nicht nur das Verwenden eines Wasserlöschsystems stellt in diesem Fall keine Option dar, da das Wasser IT-Server und Speichersysteme und ihre wertvollen Daten beschädigen könnte, auch die weltweit in Rechenzentren  eingesetzten Trockenlöschsysteme können Daten beschädigen.

Dieses Phänomen ist seit 10 Jahren bekannt, es trat 2007 zuerst auf und der Grund dafür wurde im Jahr 2008 entdeckt). Zuerst dachten die Experten, dass das in modernen Feuerlöschsystemen verwendete sogenannte Inertgas die Ursache des Problems sei. Denn als der gesamte Rauch abgezogen war und die Speichersysteme überprüft wurden, stellten sie fest, dass viele Festplatten ausgefallen waren und einige sogar Datenverlust erlitten hatten. Bei der Analyse des Falls wurde deutlich, dass nicht das von dem System verwendete Gas selbst die Ursache war - sondern der Lärm, der durch das Feuerlöschsystem erzeugt wird, wenn das sogenannte Inertgas mit hoher Geschwindigkeit aus dem System gepresst wird.

Das verwendete Inertgas ist üblicherweise ein Gemisch aus Stickstoff, Argon und Kohlendioxid. Wenn Inertgas-Feuerlöschsysteme eingeschaltet werden, wird die Sauerstoffmenge in der Luft auf ein Volumen von 13,5% - 10% reduziert, was dazu führt, dass das Feuer im (Server-/ Lager-) Raum ausgeht, da diese niedrigere Sauerstoffmenge nicht ausreicht um die Verbrennung zu unterstützen. Dabei werden Überdruckklappen verwendet, um den Druck zu begrenzen, indem das entsprechende Luftvolumen außerhalb des Raumes abgeleitet werden kann. Die Analysen ergaben, dass die Druckänderung keine Auswirkungen auf Festplatten hatten. Auch der Temperaturabfall hat die Festplatten in keiner Weise beeinträchtigt.

Also, was war dann die Ursache für die Fehlfunktion der Festplatten und des Datenverlusts?

Der Lärm der Löschanlagen! Typischerweise gibt es zwei Hauptgeräuschquellen: Zuerst die Alarmsirene und zweitens die Düsen, die das Inertgas mit sehr hoher Geschwindigkeit und Druck rauspressen. In mehreren Labortests, die Siemens im Jahr 2009 und 2014 durchführte, fanden Wissenschaftler heraus, dass die meisten Festplatten Probleme machen, wenn sie Lärm über 120 dB ausgesetzt sind. Bei einigen Festplatten treten jedoch bereits Probleme bei 110 dB auf.

Es stellt sich heraus, dass laute Geräusche - aufgrund der mikroskopisch geringen Toleranzen bei modernen HDDs – die Festplatten stoppen und sogar zu dauerhaftem Ausfall führen können. Dies liegt daran, dass moderne Festplatten bis zu etwa 250.000 Datenspuren pro Zoll enthalten. Zum Lesen und Schreiben muss sich das Element innerhalb von ± 15% des Datenspurabstands befinden. Dies bedeutet, dass, da sich jetzt mehr Datenspuren in einem Zoll befinden, fast keine Toleranz mehr vorhanden ist, wenn der Lese-/Schreibkopf einen Versatz, aufgrund von durch Schall hervorgerufener Vibration, aufweist. Deswegen entstand dieses Problem Ende des letzten Jahrzehnts, als moderne Festplatten begannen auf den Markt zu kommen.

Es kam zu dokumentierten Ausfällen in Australien, Frankreich und zuletzt im September (2016), im Hauptrechenzentrum einer Bank in Bukarest, Rumänien. Der Schaden, der dabei durch Lärm verursacht wurde, war immens:

Kunden der ING Bank in der rumänischen Hauptstadt waren nicht mehr in der Lage, ihre Debitkarten zu verwenden, Internet-Banking oder Kreditkarten-Transaktionen durchzuführen, weil ein Test einer Feuerlöschanlage danebenging. Bei der Durchführung der Prüfdruckdiskrepanz hatte das Brandschutzsystem beim Ausstoßen von Inertgas ein lautes Geräusch emittiert. Die Bank erklärte, dass der erzeugte Lärm der Inertgas-Feuerlöschsystemdüsen bis zu 130 dB betrug, mehr als genug, um die physischen Komponenten der Festplatte aus der Position zu bringen, einige Dutzend Festplatten zum Stillstand zu bringen und dabei wertvolle Daten verloren gehen zu lassen. Experten meinen, dass die Server nicht ausreichend geschützt waren, um diese hohen Frequenzen, die durch die Düsen verursacht wurden, abzuhalten, als das Inertgas im Raum freigesetzt wurde. Das Rechenzentrum ging offline und die Bank verließ sich ausschließlich auf ihr zweites Backup-Rechenzentrum, das sich in der Nähe befand. Es dauerte mehrere Tage, um die betroffene Site wieder online zu bringen.

Da jedes Rechenzentrum auf Inertgas-Feuerlöschsysteme angewiesen ist, wie können sich Mitarbeiter gegen einen solchen unerwünschten Datenverlust schützen? Hier sind einige Tipps, die man beachten kann, um Festplatten vor lärmausgelösten Ausfällen, Störungen und Datenverlusten zu schützen:

  • Benutzen und / oder kaufen Sie Server und Speichersysteme, die über eine spezielle Lärmunterdrückung verfügen, die an den Seitenwänden der Racks angebracht ist. Mehrere Hersteller verwenden zudem jetzt auch spezielle Türen in ihren Racks, um scharfe Geräusche zu reduzieren.
  • Schließen Sie Laufwerke in schallgedämmten Racks ein und halten Sie die Türen der Racks geschlossen.
  • Decken Sie Im Brandfall die Sirene ab.
  • Positionieren Sie die Sirene und die Gasdüsen so, dass sie nicht direkt auf die Plattenlaufwerke abstrahlen.
  • Erhöhen Sie die Anzahl und verringern Sie den Abstand der Unterdruckdüsen, um die Lautstärke zu verringern.
  • Verwenden Sie SSDs oder Magnetband als Speicher, wenn möglich.
  • Machen Sie häufige Sicherungen und replizieren, wenn möglich, kritische Daten zu einem externen Standort oder einem sekundären Rechenzentrum.

Aber denken Sie daran: Sogar mit diesen Vorsichtsmaßnahmen kann immer noch ein Feuer auftreten und das System schädigen. Wenn es - durch ein Feuer, einen Wasserschaden oder auch extremem Lärm - zu einem Datenverlust gekommen ist, sollten Sie sich besser auf spezielle Hilfe eines professionellen Datenrettungsexperten verlassen, der über tiefe Kenntnisse verfügt, was er in einem solchen Fall zu tun hat (und was nicht). Manchmal kann das System fast unbeeinträchtigt aussehen, aber Rauch oder andere schädliche Gase könnten in das Rack oder die Festplatten gelangt sein und Probleme verursacht haben, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind.

Beschädigte Festplatte