So schützen Sie Ihre virtuellen Umgebungen vor Datenverlust

Donnerstag, 23. April 2020 by Tilly Holland

Seit dem Aufkommen virtueller Umgebungen ist mehr als ein Jahrzehnt vergangen. Laut einer Gartner-Studie geben die meisten Unternehmen einen Virtualisierungsgrad von mindestens 75 % an. Dies ist ein Beleg dafür, dass sich der Virtualisierungsmarkt von einer Nische zum Mainstream entwickelt hat. Die positiven Aspekte der Virtualisierung sind eindeutig, ein möglicher Nachteil ist jedoch immer noch das Risiko eines Datenverlusts. In diesem Blog untersuchen wir, wie Ihr Unternehmen seine virtuellen Umgebungen vor Datenverlusten schützen kann.

Da Hypervisoren im Laufe der letzten Jahre immer weiter verbessert wurden, wurde ein Großteil der modernen IT-Systeme inzwischen auf virtuell umgestellt. Moderne Hypervisoren verringern die Komplexität bei der Einrichtung und Wartung physischer Server, ermöglichen eine bessere Servernutzung und erhöhen die Flexibilität und Reaktionsfähigkeit der IT auf veränderte Unternehmensanforderungen.

Unabhängig davon, ob Sie VMware, Hyper-V, Citrix, Oracle oder einen der anderen Hypervisoren verwenden, besteht jedoch immer noch die Möglichkeit eines Datenverlusts. Um unnötigen Datenverlust in virtuellen Umgebungen zu vermeiden, finden Sie hier fünf wichtige Tipps zum Schutz Ihrer Dateien:

1. Verwenden Sie die richtige Backupsoftware für Ihre virtuelle Umgebung.

Es gibt verschiedene Backup-Softwarelösungen am Markt. Einige können sowohl mit VMware- als auch mit HyperV-Lösungen eingesetzt werden. Der wichtigste Aspekt, den Sie bei der Auswahl Ihrer Backupsoftware berücksichtigen sollten, ist, wie viel Zeit benötigt wird, um virtuelle Maschinen (VMs) aus dem Backup und den VM-Vorlagen wiederherzustellen. Darüber hinaus können gute VM-Backuplösungen die Sicherung bereits aufspielen, während die Dateien zurück an das Haupthostsystem übertragen werden.

2. Ein Snapshot ist kein Backup.

Backups sollten immer erstellt werden, um sicherzugehen, dass bei einem Ausfall alles wiederhergestellt werden kann. Erstellen Sie Snapshots, wenn Ihre Änderungen sehr wichtig sind und Sie keine Daten verlieren möchten. Dies deckt den Zeitraum zwischen dem letzten und dem nächsten Backup ab. Wenn Sie Snapshots verwenden, versuchen Sie nicht, Snapshots zu erstellen, die aufeinander aufbauen, da dies nicht nur die Leistung verringert, sondern sie auch anfälliger für Fehler macht.

3. Im gleichen Speichersystem sollten keine Backups gespeichert und VMs ausgeführt werden.

Wenn Sie Ihre Backups  auf derselben Festplatte oder demselben Speicherplatz wie Ihre aktiven VMs speichern, besteht die Gefahr, dass alle Daten verloren gehen. Wenn ein Backup fehlschlägt und eine VM aktiv ist, wird das Backup wahrscheinlich überschrieben. Um dies zu verhindern, speichern Sie Ihre Backup-VMs und Ihre aktiven VMs immer an verschiedenen Orten. Es ist auch sinnvoll, mehrere Backups zu erstellen und diese auf einem anderen lokalen Server bzw. einer anderen Festplatte zu speichern, sei es in der Cloud oder auf Band. Zwei zusätzliche Backups zu haben, ist im Falle eines Datenverlusts sehr hilfreich.

4. Versuchen Sie nicht, Virtualisierungslösungen zu kombinieren.

Die Verwendung mehrerer Virtualisierungslösungen innerhalb derselben Umgebung kann das Risiko eines Datenverlusts erhöhen. Wenn beispielsweise ein VMware-System in einem SAN auf ein zweites SAN erweitert wird, das von HyperV genutzt wird, ist das zweite SAN höchstwahrscheinlich dem Risiko eines schwerwiegenden Datenverlusts ausgesetzt. Ein solcher Datenverlust tritt aufgrund der verschiedenen Ebenen auf, die die Virtualisierungstools erstellen, wenn sie verknüpft oder erweitert werden. Daher ist es besser, Ihre Virtualisierung einfach zu halten und in einer Umgebung nur eine Lösung zu implementieren. Wenn zu viele Komplexitätsebenen hinzugefügt werden, kann dies sehr riskant sein. Außerdem macht es eine erforderliche Datenwiederherstellung sehr zeitaufwändig oder gar nicht erst möglich!

5. Planen Sie den Einsatz von VMs sorgfältig.

Denken Sie stets daran, dass Virtualisierung und virtuelle Maschinen nicht fehlerfrei sind und genauso wahrscheinlich ausfallen können wie andere Speicheroptionen. Überlegen Sie sich daher vor dem Errichten einer virtuellen Umgebung für vertrauliche Anwendungen, welche Art von Umgebung für Ihre Anforderungen am besten geeignet ist. Beispielsweise haben einige Anwendungen eine hohe Ein-/Ausgaberate (E/A) und eignen sich daher besser für physische Serverumgebungen.

Viele der heutigen virtuellen Plattformen enthalten Datenschutz- und Wiederherstellungsmechanismen, Sie sollten sich aber nicht allein darauf verlassen. Sie mögen zwar versprechen, vor Datenverlust zu schützen, sie sind jedoch kein Ersatz für eine angemessene Backupstrategie.

Bitte denken Sie daran …

Selbst wenn Sie die oben genannten fünf wichtigen Tipps umsetzen, besteht immer noch die Möglichkeit, dass Ihre virtuellen Maschinen Datenverluste erleiden. Es ist daher wichtig, dass die IT-Abteilung Ihre Systeme genau kennt und einen konkreten Plan hat, wie im Fehlerfall zu reagieren ist. Jedes Unternehmen sollte eine Datenrettungsfirma per Kurzwahl anrufen können. Ausfallzeiten und Datenverluste können für ein Unternehmen äußerst kostspielig sein. Daher ist es wichtig, dass schnell ein Spezialist erreichbar ist, um die Wiederherstellung wertvoller Daten zu gewährleisten.

 

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