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Ein Datenrettungs-Rockstar

Einer der Datenrettungs-Spezialisten von Ontrack hat seine gesamte berufliche Laufbahn der Rettung von Daten virtueller Maschinen gewidmet. Seine Kenntnisse und Erfahrungen stellen das Fundament für viele der führenden globalen Datenrettungstools dar.

Børje Aamodt stellt schon seit fast 25 Jahren virtuelle Maschinen wieder her. Der Datenrettungsexperte aus Norwegen ist bekannt für sein umfassendes Knowhow und eine beeindruckende Erfolgsbilanz bei der Rettung fehlerhafter virtueller Maschinen.

Wie alles begann um die Jahrtausendwende:

„Wir bekamen erste Aufträge zur Rettung von virtuellen Maschinen, ohne genau zu wissen, wie das ging. Darum mussten wir neue Kenntnisse erwerben und neue Verfahren entwickeln. Die Zahl der Projekte stieg rasant an, und in ihrem Verlauf erarbeiteten wir neue Methoden, berichtet der erfahrene Experte.

Die ersten Projekte lassen sich als relativ einfach und unkompliziert beschreiben.

Mit zunehmender Reife der Systeme wurde es schnell schwieriger. Heute führen wir Hunderte von komplexen Rettungen virtueller Maschinen im Jahr durch“, erklärt Aamodt.

10% aller Wiederherstellungsaufträge sind auf Probleme mit der Software zurückzuführen. Der Rest stammt von Festplattenproblemen.

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Komplexe Rettungsaufgaben

„In großen SANs werden Daten und Inhalte in unterschiedlichen Ebenen der Dateisysteme gespeichert. Die Komplexität der Rettung hängt davon ab, wo der Vorfall aufgetreten ist. Wenn das Problem mit dem SAN selbst zusammenhängt, müssen wir uns die Hardware im Detail ansehen und die verschiedenen Strukturen untersuchen.

Wenn virtuelle Maschinen gelöscht wurden, müssen Sie die Struktur in der Software selbst analysieren“, erklärt Aamodt. „Die meisten Schäden werden durch ausgefallene Laufwerke oder klassische Benutzerfehler in der IT-Abteilung verursacht“.

Die meisten komplexen Datenrettungen können über eine Remoteverbindung gelöst werden. Der Grund dafür ist einfach: Kaum ein Unternehmen kann sein Rechenzentrum versenden.

Für die Systeme, die eine Wiederherstellung benötigen, würde sich ein Experte wie Aamodt über eine verschlüsselte Verbindung am System anmelden, um zu versuchen, das Problem zu lokalisieren.

„Die zeitaufwendigste Aufgabe ist das Suchen. Damit beginnen alle Projekte. Nach dem Extrahieren der Daten müssen diese überprüft, sortiert und katalogisiert werden. Wir versuchen zwar, so viel zu automatisieren wie möglich, doch setzen viele der Aufgaben ein logisches Denken voraus, zu der ausschließlich das menschliche Gehirn fähig ist. Das Ziel bei allen Projekten besteht darin, eine optimale Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu erreichen“, fügt Aamodt hinzu.

Auf Erfolge ausgerichtet

„Es kommt vor, dass wir die gewünschte virtuelle Maschine in der Sicherungskopie nicht finden. Dann müssen wir unsere speziell entwickelten Tools nutzen, um so viele Inhalte wie möglich wiederherzustellen. Damit wir Methoden, Prozesse und Tools erarbeiten können, müssen wir zunächst wissen, wie die verschiedenen Virtualisierungsanwendungen entwickelt wurden und funktionieren.

Um das gründlich zu analysieren, mussten wir genau verfolgen, was beim Löschen einer virtuellen Maschine geschieht. Im Rahmen dieses Prozesses haben wir Tausende von virtuellen Servern gelöscht. Dadurch ist es uns gelungen, das Verfahren bei der Wieder-herstellung virtueller Maschinen rückzuentwickeln“, berichtet Aamodt.

„Das ist sehr wichtig, da Hardware und Software ohne Pläne für die Rettung gelöschter Daten ausgeliefert werden. Die Systeme sind darauf ausgerichtet, fehlerfrei zu funktionieren und es mangelt an Lösungen für die Rettung verloren gegangener Daten“, sagt er.

Genauso wichtig ist das gesammelte Wissen darüber, wie die unterschied-lichen Dateisysteme von Grund auf funktionieren. Das kann eine Heraus-forderung darstellen, da die meisten Dateisysteme proprietärer Art sind und Hersteller interne Geheimnisse nur ungern preisgeben.

Daher müssen die Spezialisten von Ontrack die Systeme zunächst de-assemblieren, um das Problem zu finden, und dann sorgfältig wieder zusammensetzen. Diese Daten müssen ohne Sicherungskopie gerettet werden.

„Das Ziel besteht darin, die Daten in ihrer ursprünglichen Form wiederherzustellen. Außerdem muss darauf geachtet wer-den, dass alle beschädigten Laufwerke entfernt werden. Physische Schäden können zum Ausfall von Dateisystemen führen, was zur Folge hat, dass das Betriebssystem des Geräts das Datei-system nicht mehr erkennt. Wir haben spezielle Tools für solche Fälle“, erklärt Aamodt.

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Ein langer Prozess

Wie bereits erwähnt, sind die Suche nach fehlenden Daten und das Verarbeiten der Suchergebnisse die Hauptaufgaben bei der Datenrettung.

„Oftmals hängt es von der Kapazität und Komplexität des Speichersystems ab. Einfache Projekte lassen sich in wenigen Stunden erledigen. Andere können Wochen dauern und zudem Forschung und Entwicklung erfordern. Wie viel Zeit wir benötigen, unterscheidet sich stark. Ein wichtiger Bestandteil der Lösung besteht darin zu wissen, welche Tools zu welchem Zeitpunkt eingesetzt werden müssen.

Sobald die Spezialisten ermittelt haben, was sie retten können, kann die Wieder-herstellung der Dateisysteme beginnen. Am Ende erhält der Kunde Dateien, die wieder einsatzbereit sind.

Besonders leicht ist die Aufgabe, wenn Spezialisten Tools verwenden können, über die sie bereits verfügen. In anderen Fällen müssen die Methoden im Verlauf des Projekts erarbeitet werden. Dabei handelt es sich um einen Innovations-prozess, und alle Erfahrungen und neue Praktiken werden mit dem globalen Team geteilt, das für die Entwicklung neuer Tools und spezieller Datenrettungssoftware verantwortlich ist.

Ohne Spezialtools ist es fast unmöglich, viele der virtualisierten Systeme wieder-herzustellen. Unsere Empfehlung an Kunden lautet aufzuhören, bevor sie einen Schaden riskieren. Je größer die Anstrengungen, desto größer kann der Schaden ausfallen. Fehlerhafte Lauf-werke müssen sofort an ein Datenrettungslabor geschickt werden“, fasst Aamodt zusammen.

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