6 einfache Tipps, wie Sie sich vor Ransomware-Angriffen schützen können

Montag, 26. April 2021 von Datenrettungsblog

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Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein Firmen-IT-System oder ein privater Computer mit Ransomware infiziert wird. Das Ergebnis ist jedes Mal dasselbe: Die Opfer werden mit hohen Geldforderungen erpresst. Das Problem ist so akut, dass seriöse Medien in den letzten Wochen verstärkt darüber berichtet haben.  Viele Ransomware-Varianten können von Sicherheitsexperten nicht entschlüsselt werden und die betroffenen Anwender stehen vor großen Problemen. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, sich vor Ransomware zu schützen, wenn Anwender ein paar einfache Tipps beachten.

6 einfache Tipps, wie Sie sich vor Ransomware schützen können

Öffnen Sie keine Anhänge in E-Mails, wenn Sie den Absender nicht kennen - Einer der häufigsten Wege, sich mit Ransomware zu infizieren, ist das Öffnen eines E-Mail-Anhangs. Vergewissern Sie sich immer, dass Sie der echte Empfänger der E-Mail sind und dass der Anhang wirklich von jemandem gesendet wurde, den Sie kennen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dass Sie der echte Empfänger des Anhangs sind, zögern Sie nicht, zum Telefon zu greifen und den Absender anzurufen und nachzufragen. Wenn das Dokument potenziell gefährlich ist und Sie die E-Mail am Arbeitsplatz erhalten haben, wenden Sie sich sofort an Ihre IT-Sicherheitsabteilung, damit Ihr Unternehmen das Risiko einer Infektion minimieren kann.

Besuchen Sie keine verdächtigen Websites - Einige Websites können gefährlich und bösartig sein, seien Sie also äußerst vorsichtig, wenn Sie im Internet surfen. Zwielichtige Websites wie Gaming, Filesharing und andere mit "kostenlosen" Dateidownloads können Ransomware enthalten. Ransomware kann auch unter Webbannern oder anderen Skripten innerhalb der Webseite versteckt sein. Wenn Sie eine solche Seite besuchen müssen - z. B. als Journalist -, seien Sie sich bewusst, dass Sie einem Risiko ausgesetzt sind, und seien Sie mit der modernsten Antiviren-Software auf dem Markt vorbereitet. Klicken Sie nicht auf unnötige Banner, um eine Infektion zu vermeiden.

Halten Sie Ihr Computersystem und Ihre Software immer auf dem neuesten Stand - Computerkriminelle suchen nach einfachen Möglichkeiten, Ihren eigenen Computer und die Server Ihres Unternehmens zu kapern oder zu infizieren. Sie können es diesen Kriminellen schwer machen, indem Sie regelmäßig Sicherheitsupdates und Patches herunterladen und installieren. Das Gleiche gilt für die Aktualisierung Ihrer Antiviren-Software und die Aufrechterhaltung der Computersicherheit. Je häufiger Sie aktualisieren, desto sicherer sind Sie. Viele der großen Antiviren-Software-Tools, die eingehende E-Mails in Echtzeit überprüfen, können die meisten bekannten Ransomware-Viren finden und Sie davor schützen, diese zu öffnen.

Bewahren Sie Passwörter und Ihr gesamtes Computersystem sicher auf - Einige Ransomware wird nicht durch eine E-Mail, sondern durch traditionelles Hacken und den Diebstahl von Passwörtern verbreitet. Wenn das/die Kennwort(e) einer Person gestohlen und gehackt werden, hat der Kriminelle Zugriff auf den Computer und kann ihn mit Ransomware infizieren. In einem Fall, in dem das Windows Remote Desktop Protocol (RDP) aktiviert ist, ist das Problem sogar noch gravierender: Die Ransomware kann sich über dieses Protokoll leicht von einem Computer zum anderen verbreiten. Wenn das RDP in Ihrer Firma oder Ihrem kleinen Unternehmen also nicht notwendig ist, sollten Sie es auf jeden Fall deaktivieren!

Schalten Sie alle Netzwerkverbindungen ab - Wenn Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt und Sie infiziert sein könnten, trennen Sie Ihren Computer sofort vom Internet oder WiFi sowie von Ihrem Netzwerk!!! Auf diese Weise - wenn Sie schnell handeln - können Sie den durch einen Ransomware-Angriff verursachten Schaden mindern. Da der Zweck von Ransomware darin besteht, Daten zu verschlüsseln und gegen Geld als Geisel zu halten, und da die Verschlüsselung Zeit braucht, besteht die Chance, dass Sie schnell genug sind, damit nur ein Minimum an Daten infiziert wird. Außerdem kann sich der Ransomware-Virus nicht über das Netzwerk verbreiten, um andere Laufwerke im Unternehmen zu infizieren.

Halten Sie immer ein aktuelles Backup bereit - Eine der einfachsten Möglichkeiten, sich vor den Folgen eines Ransomware-Angriffs zu schützen und den dahinter stehenden Kriminellen das Leben schwer zu machen, ist es, ein aktuelles Backup aller Ihrer Dateien zur Verfügung zu haben. Auf dem Markt gibt es verschiedene Backup-Produkte und -Systeme für alle Arten von Anwendern - für Privatpersonen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie große Firmen. Unabhängig von der Größe des Computersystems ist eine Sache, die implementiert werden muss, ein anständiger Backup-Plan. Der Hauptbestandteil eines solchen Plans ist die Entscheidung, wie oft ein Backup erstellt werden soll(en). Je weniger Zeit zwischen den Backups liegt, desto weniger Daten können durch eine Ransomware-Verschlüsselung verloren gehen.

Wenn Ihre Daten jedoch von einer neuen Version von Ransomware infiziert sind, Sie kein aktuelles Backup Ihrer Dateien haben und Sie kein Entschlüsselungstool für diesen speziellen Ransomware-Typ finden können, besteht die einzige Chance auf eine Wiederherstellung ohne Zahlung der Gebühr darin, einen Datenrettungsdienstleister zu konsultieren.


Spezialisierte Ransomware-Datenrettungsexperten wie Ontrack sowie Datensicherheitsunternehmen verfolgen die verschiedenen Ransomware-Varianten, die auf dem Markt sind, und entwickeln spezielle Tools oder Workarounds, um infizierte Dateien oder komplette Speichersysteme wiederherzustellen. In vielen Fällen - aber nicht in allen - haben die Experten Wege gefunden, die von den gängigsten Ransomware-Typen infizierten Daten wiederherzustellen. Wenn Sie also Opfer eines Angriffs geworden sind, ist es eine gute Idee, diese auszuprobieren.

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